Die Innenseite ("Lumen") der Krone gestalten

Aus Amann Girrbach
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Fahne Englisch.jpg



Dieser Schritt beinhaltet das Design des Lumen der Krone/Inlays – der Teil, der im Kontakt mit der Präparationsfläche steht, und deshalb äußerst wichtig für die richtige Passung ist. Falls Sie unzufrieden mit der Passung Ihrer produzierten Teile sind, sollten Sie hier einen näheren Blick auf mögliche Parameterveränderungen werfen.




Der Zementspalt

Kronenboden 2.png


Sie können die Stärke des Zementspalts mit dem Schieber [1] einstellen. Der voreingestellte Wert entspricht der in der Ceramill Mind Karteikarte vorgenommenen Einstellung. Änderungen, die Sie hier vornehmen, werden nur auf die aktuelle Konstruktion übernommen (im Gegensatz zu Änderungen in der Ceramill Mind Karteikarte, die dann als neue Standardwerte beim ausgewählten Zahnarzt gelten). Bewegen Sie den Schieber [1], um die Stärke des Zementspalts zu ändern – Änderungen werden in Echtzeit angepasst, deshalb können Sie die Auswirkungen Ihres Tuns sofort sehen. Mit einem Klick auf den Text „Weiteren Bereich hinzufügen“ [2] wird ein weiterer Slider aktiviert, über diesen lässt sich ein zweiter Zementspaltbereich markieren und dessen Stärke definieren.


Mit der Pinsel- Funktion können Bereiche des Kronenbodens individuell definiert werden. Klicken Sie hierzu auf den Pinsel- Button [3] und markieren per links Klick den gewünschten Bereich auf dem Kronenboden. Der Schieber „vom Rand“ [4] definiert den Start des Zementspalts in Bezug zur Präparationsgrenze, in Millimetern. Wenn Sie also einen Wert von 1mm auswählen, wird die Fläche [6] im Bereich von 1mm um die Präparationsgrenze keinen Zementspalt haben. Auf demselben Weg ist es möglich, dass Sie das Ende des Zementspalts mit dem Schieber „von oben“ [4] festlegen, um im okklusalen Bereich der Krone eine Fläche [8] ohne Zementspalt zu definieren. Der Pfeil [9] zeigt Ihnen wieder die Einschubachse. Ist dieser Pfeil rot dargestellt, so weist der Stumpf im Bereich der Präparationsgrenze unter der gewählten Einschubrichtung Unterschnitte auf.


Tip Mit dem zweiten Zementspalt können z.B. besonders spitze Kanten an Stümpfen stärker ausgeblockt werden.



Zusätzlicher Abstand

Beim Öffnen des Expanders „Zusätzlicher Abstand“ werden Sie Zugang zu den Optionen [10] und [11] bekommen, welche Ihnen ermöglichen okklusal und approximal zusätzlichen Abstand zwischen Zahnstumpf und Restauration zu schaffen.

  • Dies kann separat in "axiale"- und "radiale"- Richtung mit den Schiebern [10] definiert werden, um eine gleichmäßige Aufweitung in alle Richtungen zu erziehlen sind diese Slider aneinander gekoppelt, können jedoch über einen Klick auf den "Schloß"- Button wieder entkoppelt werden. Der "axial(top)"- Slider [11] ermöglicht eine rein okklusale Aufweitung.
  • Zusätzlicher Abstand wirkt sich auch auf den Bereich aus, in dem kein Zementspalt definiert wurde.
  • Zusätzlicher Abstand wird ebenfalls im Bereich des definierten Zementspalts hinzugefügt.
TipJe höher die Werte hier eingestellt werden, desto lockerer wird die Passung sein. Sie können auch negative Werte einstellen, um die Passung straffer zu gestalten.




Gestaltung des Kronenrands

Kronenboden Rand.PNG

Der zweite Reiter des Kronenbodendialog ermöglicht Ihnen, mit Parametern die Form des Kronenrands zu gestalten. Die Grafik [5] zeigt Ihnen eine Darstellung, die die Bedeutung der Schieber [1-4] erklärt.





[1] definiert die horizontale Kronenrandbreite. In der Regel erfordern bestimmte Materialeigenschaften bestimmte Limits; beispielsweise für Zirkon gilt üblicherweise ein Minimum von 0,2 mm.

[2] definiert die Länge der abgewinkelten Kante am Kronenrand. Diese Kantenlänge ist standardmäßig auf 0,3 mm gesetzt.

[3] definiert den Winkel der Winkelkante [2] zur Randkante [1]

[4] definiert eine zusätzliche vertikale Kante [4]. Standardmäßig ist diese auch mit dem Nullwert versehen.








Umgang mit Unterschnitten

Kronenboden Unterschnitte.PNG

Der dritte Reiter im Kronenbödendialog gibt Ihnen den Zugang zu den Unterschnitt-bezogenen Optionen.

Unterschnitte in der Präparation werden standardmäßig ausgeblockt. Sie können dies jedoch unterbinden, indem Sie die Checkbox [1] aktivieren.

Ein bestimmter (kleiner) Winkel kann zum Ausblocken von Unterschnitten verwendet werden, wie unter [2] definiert. Standardmäßig wird ein Wert von Null verwendet, was bedeutet dass Unterschnitte senkrecht ausgeblockt werden.

Der Schieber [3] definiert „unantastbare Bereiche“ um die Präparationsgrenze, an der die Krone nicht ausgeblockt wird, auch wenn der Bereich sich in einem Unterschnitt befindet.

Wir werden die Auswirkung dieser Option mit einem Beispiel eruieren. Schauen Sie sich die beiden Bilder unten genauer an (für diesen Zahn haben wir absichtlich eine falsche Einschubachse festgelegt, um Ihnen das Problem zu illustrieren).



Kronenrand 01.PNG Kronenrand 02.PNG




Die Grafik zeigt Ihnen das Verhalten bezüglich „Bereich um Präplinie nicht ausblocken“ bei Parametereinstellung von 1mm . Beachten Sie, wie der obere Teil ausgeblockt wurde, aber sobald der unberührbare Bereich erreicht wird, geht der Kronenboden zurück an die Präparationsgrenze (Anmerkung: Diese Art von Restauration kann nicht mit der Ceramill Motion gefertigt werden). Die rechte Grafik zeigt Ihnen das Verhalten mit „Bereich um Präp.linie nicht ausblocken“ auf Null gesetzt. Wie Sie sehen können, hat der Kronenrand keinen Kontakt zur Präparationsgrenze. In beiden Fällen ist das Ergebnis unbefriedigend und die Restauration wird zusätzliche manuelle Arbeit erfordern (Ausblocken vor dem Scannen, manuelles Nachfräsen oder Keramik aufbrennen), um die richtige Passung zu bekommen. Es liegt in der Hand des Anwenders, zu entscheiden, welche Option die beste Entscheidung im individuellen klinischen Fall darstellt.

TipWenn Sie an dieser Stelle der Konstruktion feststellen, dass die Einschubachsen nicht optimal sind, dann können Sie dies einfach lösen: Mit einem Rechtsklick auf den Zahn dessen Einschubachse geändert werden soll, und Auswahl von „Einschubrichtung festlegen...“ im sich öffnenden Dialog, können Sie die Einschubrichtung durch das Rotieren der Aufsicht in Richtung der Einschubachse und anschließendem Klicken auf „Blickrichtung → Einschubrichtung“ festlegen.
Einschubrichtung Korrigieren.png

Einige Parameter, die Sie in diesem Fenster auswählen können, werden nicht zur Echtzeit umgesetzt, da dies sehr rechenintensive Operationen benötigt. Klicken Sie „Anwenden“ [5] um die Auswirkung Ihrer Parameteränderungen zu sehen. Um die übrig gebliebenen Unterschnitte zu visualisieren (beispielsweise aufgrund der Benutzung von „Bereich um Präp.linie nicht ausblocken“), klicken Sie „Unterschn. anz.“ Button [4].

Alles erledigt? „Weiter“ klicken, um mit dem nächsten Schritt fortzufahren.