Platzierung der Bibliothekszähne

Aus Amann Girrbach
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Fahne Englisch.jpg



Der Einfachmodus


Tooth placment.PNG

Die Software lädt Bibliothekszähne und platziert diese automatisch anhand der zuvor festgelegten Präparationsgrenze. Bei Einzelindikationen erfolgt die Platzierung nach automatischer Erkennung der Nachbarzähne oder bei komplizierteren Kieferscans durch Anklicken der Nachbarzähne. Im gleichen Schritt haben Sie die Möglichkeit, die Platzierung der Modellzähne manuell durch Bewegen, Rotieren und Skalieren zu optimieren. Sie können zwischen diesen Modi mit den Buttons [1-3] umschalten. Dann einfach mit der Maus den zu bearbeitenden Zahn anklicken, linke Maustaste halten und durch das Bewegen der Maus den Zahn anpassen.


TipBeachten Sie, dass die Zahnmodelle in gelb angezeigt werden – dies bedeutet, dass die Zähne auf Mausklicks ansprechen. Immer wenn Objekte in gelb im Viewer angezeigt werden, können diese mit der Maus bearbeitet werden.

Wenden Sie bei Kronenrestaurationen nicht übermäßig viel Zeit für das korrekte Positionieren auf - eine grobe Platzierung ist ausreichend. Die Feinabstimmung kann später im Schritt „Freiformen“ erfolgen. Es macht nichts, wenn der Modellzahn nicht genau zur Präparation passt (als Beispiel [7] in der oberen Abbildung) – reicht aus, wenn die axiale Zahnstellung und die Flucht der Zahnreihe eingestellt ist. Die Software ergänzt im nächsten Schritt die Zahnform zur Präparationsgrenze.

Bei Inlaypräparationen ist allerdings die genaue Positionierung zu diesem Zeitpunkt äußerst wichtig. Je genauer das Modell zur Präparation positioniert wird, desto besser wird das Ergebnis sein - deshalb lohnt es sich, bei Inlays hier etwas Zeit zu investieren.

TipEine halbtransparente Ansicht der Modellzähne kann Ihnen helfen, den präparierten Zahn und den Modellzahn gleichzeitig zu sehen, dies unterstützt Sie beim genauen Platzieren. Mit einem Rechtsklick auf „Anatomie“ unter „Gruppen“ im Fenster „Gruppen ein/ausblenden“ können Sie die Transparenz für alle Bibliothekszähne umschalten – siehe auch Abschnitt „Anzeigen/Verstecken von Objekten im Viewer“

Eine rosa Farbe (zum Beispiel [6]) markiert den Bereich an der Stelle, an welcher der modellierte Zahn unter dem Minimum der Materialstärke im Bezug zum Zahnstumpf platziert worden ist. Die Software wird diese Bereiche automatisch während der Adaption der Zahnmodelle zur ausreichenden Materialstärke füllen. Im obigen Beispiel wird die Software bei der Anpassung die Kaufläche unter Berücksichtigung ästhetischer Aspekte verformen, so dass die Mindestdicke eingehalten wird.

HotkeyAnstatt per Mausklick zwischen den Modi [1-3] umzuschalten, können Sie auch den Button [1] gedrückt halten, und Hotkeys zum schnellen Wechseln zwischen den Modi benutzen – dies bringt Ihnen einen Zeitgewinn: Halten Sie <STRG> gedrückt um zur Rotation zu wechseln, <SHIFT> um zur Skalierung zu wechseln. Beachten Sie: immer wenn Hotkeys für eine bestimmte Funktion verfügbar sind, werden diese in einem kleinen Popup angezeigt, wenn die Maus sich über dem entsprechenden Button befindet. Für das oben angeführte Beispiel: Bewegen Sie die Maus einfach über einen Button (beispielsweise [1]) und die zur Verfügung stehenden Tastaturbefehle werden angezeigt.

Beim Platzieren von Modellzähnen ist es eine Hilfe, die Durchdringungen mit den Antagonisten zu visualisieren, sofern Sie einen Scan des Antagonisten vorgenommen haben: Über die rechte Menüleiste auf das Antagonistensymbol, können Sie Durchdringungen/Abstände anzeigen. Schauen Sie sich dazu auch den Abschnitt "Visualisierung der Durchdringungen / Abstände zum Antagonisten oder Nachbarzähnen" näher an.

Eingeschränkte Bewegungen

In einigen Fällen kann es hilfreich sein, die möglichen Bewegungen auf bestimmte Richtungen zu beschränken. Besonders unerfahrene Anwender, die es noch nicht gewohnt sind, in 3D zu navigieren, werden die Einstellmöglichkeiten [4] schätzen, die die Bewegungsfreiheit der Modellzähne beschränken auf:

  • Mesiale/distale Richtung
  • Bukkale/linguale Richtung
  • Okklusale Richtung (nach oben/-unten)
  • Mesiale/distale und bukkale/linguale Richtung (Bewegung zu allen Seiten, jedoch die Höhe beibehalten)

Alle Zähne gleichzeitig bewegen

Sie können alle Zähne gleichzeitig bewegen, indem Sie die Checkbox [5] aktivieren. Dies ist dann beispielsweise hilfreich, wenn alle Zähne im ursprünglichen Platzierungsvorschlag zu niedrig oder zu hoch positioniert wurden.

Sie haben in diesem Schritt alles erledigt? Dann klicken Sie auf "Weiter", um mit dem nächsten fortzufahren. Die Modellzähne werden dann zur Präparationsgrenze der Zahnstümpfe angepasst.


Der Kettenmodus


WF Kette bearbeitet.png

Mit der Auswahl des Reiters „Kettenmodus“ [6] wird eine Verkettung der Zähne aktiviert. Diese Verkettung ermöglicht es die Zähne zusammenhängend zu verschieben, ohne dabei die approximalen Kontaktpunkte aufzulösen oder Durchdringungen zu erzeugen. Die Kette der Oberkieferzähne bewegt sich unabhängig von der Kette der Unterkieferzähne. Dadurch werden antagonistische Durchdringungen nicht automatisch unterbunden, sondern müssen vom Anwender gestaltet bzw. beseitigt werden.


Während der „Kettenmodus“ aktiv ist, befindet sich vor jedem Zahn ein Kontrollpunkt. Ist dieser kontrollpunkt grün, so ist der Zahn Bestandteil der Verkettung. Durch Klicken auf den Kontrollpunkt eines Zahnes färbt sich dieser rot und die Verkettung wird gelöst. Rot markierte Zähne werden von einer Bewegung der Verkettung nicht mehr beeinflusst und können somit als eine Art Anker genutzt werden. Somit ist es möglich einzelne Zähne in Ihrer Position zu fixieren, während die übrigen weiter ausgerichtet werden.


Hauptbestandteil des Kettenmodus sind seine drei Unterfunktionen:


  1. "Kette" [7]
    Ist diese Funktion aktiviert, können alle Zähne, die aktiv sind (grüne Kontrollpunkte), wie eine Perlenkette bewegt werden.
    Dabei werden die Zähne automatisch auf Kontakt gehalten und ggf. in ihrer Größe skaliert.
    Tip Diese Funktion wird empfohlen, um eine grobe Positionierung der Bibliothekszähne vorzunehmen.
  2. "Einzeln" [8]
    Die „Einzeln“- Funktion ermöglicht es einen einzelnen Zahn, innerhalb der Verkettung zu bewegen, rotieren und zu skalieren, ohne dass sich diese Aktion direkt auf die benachbarten Zähne auswirkt.
    Tip Die „Einzeln“- Funktion eignet sich um Korrekturen an der Position und Achsausrichtung von Einzelzähnen vorzunehmen.
  3. "Schlauch" [9]
    Mit der „Schlauch“- Funktion können die Zähne wie auf Schienen über die visualisierte Kette geschoben werden.
    Tip Mit der „Schlauch“- Funktion kann die gesamte Aufstellung verschoben werden, um z.B. die Mitte auszurichten oder leicht zu korrigieren.



Symmetrie button.png

Der „Symmetrie“- Button [10] ermöglicht es Zahnpositionen von einem Kieferquadranten auf den gegenüberliegenden zu übertragen.

Um auf verschiedene Situationen eingehen zu können, ist der Symmetriebutton in vier Unterbutton aufgeteilt, welche jeweils eine Ecke des Symmetriebutton bilden. Über die Unterbuttons ist es möglich zu wählen, welcher Quadrant den Ursprung für die Übertragung darstellen soll und ob ein ganzer Quadrant oder nur die Frontzähne übertragen werden sollen. Die verschiedenen Symmetriemodi werden anhand einer Ebene und eines Richtungspfeils angezeigt.


Wird diese Option aktiviert, werden alle Korrekturen des einen Quadranten, direkt auf den anderen Quadranten übertragen.

Die Symmetrie- Funktion wird wieder deaktiviert, indem erneut auf den Symmetriebutton geklickt wird.